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Schnupperfahrt mit der neuen Schleswig-Holstein…(kt)

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei  lud ein zur Überführungsfahrt der neuen Doppelendfähre “Schleswig-Holstein”, die nach nur 10 monatiger Bauzeit in der Neptun Werft in Rostock fertiggestellt wurde.

Ankunft mit den Bussen und "entern" der Fähre

Ankunft mit den Bussen und "entern" der Fähre

Auf der Teilstrecke von Kiel nach Rendsburg konnten sich einige hundert geladene Gäste das neue Schiff der WDR Flotte ausgiebig anschauen. Vom Maschinenraum bis zur Brücke waren die Türen geöffnet. Der Geschäftsführer der WDR, Axel Meynköhn, freute sich, dass so viele Besucher der Einladung gefolgt waren. Die Presse stand Schlange und jeder Mitarbeiter und die Crew gaben fleißig Interviews und beantworteten Fragen rund um die Fähre.

Axel Meynköhn

Axel Meynköhn

Schiffsgastronomie Lützen umsorgte die Passagiere mit Speisen und Getränken, während Kapitän Christ Tholund die Schleswig-Holstein von Kiel aus in Richtung neuen Heimathafen Wyk-Föhr manövrierte. Das erste Nadelöhr erwartete die “Schleswig-Holstein” gleich zu Beginn der Reise an der Hörnbrücke, die Zentimeter genau passiert werden musste und nur noch zwei Meter Platz an jeder Seite des Schiffes lies. Die Schleuse zum Nord-Ostseekanal war ein weiterer Höhepunkt der Überholfahrt, den die Gäste wunderbar durch die hohe Fensterfront beobachten konnten, denn das regnerische Wetter lud nicht zu einem Besuch auf das Sonnendeck ein.

Die "Schleswig-Holstein"  in der Schleuse zum Nord-Ostsee Kanal

Die "Schleswig-Holstein" in der Schleuse zum Nord-Ostsee Kanal

Nach über drei Stunden kam Rendsburg in Sicht und die Gäste waren sich einig, das die “Schleswig-Holstein” ein gelungenes Schwesterschiff zu der schon seit einem Jahr in Dienst gestellten “Uthlande” ist. Mit einem blauen Band versehen und der Friesen-WDR- und Schleswig- Holstein Flagge an der Seite, unterscheidet sich die neue Fähre äusserlich zu ihrer Vorgängerin. Kleine Kinderkrankheiten wurden ausgemerzt und die Erfahrungen aus dem Bau der Uthlande konnten bei der Neptun Werft mit einfließen.

Der Fahrgastraum ähnelt stark der Uthlande, wobei der Passagier gleich beim Weg zum Salon die verbesserten Treppen bemerkt, die nur noch einen Neigungswinkel von 36 grad statt 45 gegenüber dem Schwesterschiff hat. Axel Meynköhn betonte die Barrierefreiheit der neuen Fähren, die zu einer Komfortsteigerung und einem Fortschritt in der Fahrgastbeförderung führen.

Die Verzögerungen bei dem Bau der Seiteneinstiege in Dagebüll-, Wyk- und dem  Wittdüner Hafen werden hoffentlich bis Anfang des Jahres aufgeholt sein und Axel Meynköhn erwartet eine schnelle Inbetriebnahme, der für die Passagiere vorgesehenen Ein- und Ausstiege über das Fahrgastdeck. 75 Pkw und bis zu 1200 Passagiere kann die Schleswig-Holstein transportieren, die einen Tiefgang von 1,75 Meter hat und so unabhängiger von den Wasserständen im Wattenmeer ist. Mit ihrem Voith-Schneider Antrieb, der sich auch schon bei der Uthlande bewährt hat, zeigt die Schleswig-Holstein hervorragende Manöverierfähigkeiten.

Am 30.Dezember wird die neue Doppelendfähre um 10.45 Uhr feierlich im Innenhafen von Wyk auf ihren Namen “Schleswig-Holstein” getauft.

Verantwortlich für diesen Artikel: Kinka Tadsen

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

2 Kommentare

  1. barbara-strauss@t-online.de

    Am 11.12.war ich mit Frank Hansen in Kiel,um das Friedenslicht nach Amrum zu holen.Da haben wir uns schon die neue Doppelendfähre”Schleswig-Holstein” angesehen,und einige Fotos gemacht.Nun wünsche ich ihr allzeit gute Fahrt und immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel.

  2. Ich freue mich schon jetzt auf meine erste Fahrt mit der Schleswig-Holstein! Ich oute mich gern als Fan der “Uthlande” und somit neuen Generation Fährschiffe der W.D.R. Wer auf die Inseln fährt möchte doch Luft, Licht und Weite – und genau dies spiegeln meiner Meinung nach die neuen Schiffe wieder.

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