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Rot…(to)

Die Störanfälligkeit der Technik der Seiteneinstiege sorgte für die Entscheidung der Geschäftsführung der Wyker Dampfschiffs-Reederei.

Rot...

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„Mir blieb leider keine andere Wahl, als bis auf Weiteres die Nutzung der Seiteneinstiege in den Häfen Dagebüll, Wyk und Wittdün einzustellen“, bedauerte der Geschäftsführer der Wyker Dampfschiffs-Reederei, Axel Meynköhn. Aufgrund der häufigen Ausfälle der Hebe- und Senktechnik der Fußgänger Portale in allen drei Häfen konnte zum Schutz der Passagiere keine andere Entscheidung getroffen werden.

Wie Vorstandsmitglied Henry Waidhas von den Versorgungsbetrieben Amrum A.ö.R., dem Betrieb der die Amrumer Anlage betreibt, erklärte, seien Probleme bei dem Wegemesssystem Schuld an den sporadischen Ausfällen. Durch witterungsbedingte Feuchtigkeit und Kondensat kommt es zu den Ausfällen. Das Wegemesssystem ist dafür verantwortlich, dass alle vier Hydraulikzylinder entsprechend angesteuert werden, um das bewegliche Portal gleichmäßig und verwindungsarm heben und senken zu können. „Es geht einige Tage gut und dann fällt die Technik wieder mal aus“ bedauert Waidhas die Probleme. Aufgrund der auf Amrum geringeren Anläufe, falle die Fehlerhäufigkeit nicht so stark ins Gewicht wie in den Häfen Dagebüll und Wyk, sei aber als ein Teil des Systems ebenfalls nicht akzeptabel.

Es sei zwar aufgrund der Weihnachts- und Silvestergäste ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt für die Störungen. Doch die Stahlbaufirma Rohlfing aus Stemwede hat trotz größter Bemühungen noch vor Weihnachten ein störungsfreies System zu konzipieren, nicht für verlässliche Abhilfe sorgen können. Nun bleibt abzuwarten, wann die Systeme in allen drei Häfen ausgetauscht werden können.

Bis dahin werden die Passagiere die schon aus der Anfangszeit bekannte Notlösung, mit Regalen auf dem Autodeck der Fähren „Uthlande“ und „Schleswig-Holstein“, hinnehmen müssen. „Wir können nicht verantworten, dass unsere Passagiere ihr Gepäck aus dem Salon zum Autodeck heruntertragen müssen“, so Meynköhn. Dann lieber die hässliche aber verlässliche Notlösung mit den Gepäckregalen auf dem Autodeck.

Thomas Oelers

 

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Über Peter Lückel

Peter Lückel wurde 1961 in Duisburg geboren und ist in Mülheim an der Ruhr und Essen-Kettwig aufgewachsen. Seine Affinität zum Wasser hat ihn schon immer an das Meer gezogen. 1983 konnte er dem Sog nicht mehr widerstehen und ist sozusagen nach Amrum ausgewandert. Heute arbeitet er als freier Grafiker auf der Insel, ist verheiratet und hat 2 Kinder. Im Jahr 2000 hat er Amrum-News mit gegründet und ist dort Chefredakteur.

3 Kommentare

  1. Ob das jemals richtig funktioniert??
    Geldverschwendung!!

  2. Sachverstand kann auch verdammt hinderlich sein!
    Am 25.5.12 schrieb ich bereits in einem Kommentar welch wirtschaftlicher und technischer Irrsinn die Entscheidung des
    Seiteneinstiegs auf Dauer sein würde und das die Funktionsfähigkeit
    einer derartigen im Grunde einfachen technischen Konstruktion allerdings mit etwas problematischer Steuerungs-und Messtechnik
    seitens der WDR eh nicht beherrscht wird .
    Das Ergebnis können wir seit vielen Monaten beobachten –ungeachtet der Tatsache das es auch schon mal mehrere Monate
    funktioniert hat. Auf Dauer wird mit dieser Lösung wirklich viel und dauerhaft Geld in den Sand gesetzt und leiden tuen alle Passagiere und noch dauerhafter die üppig gefüllten Gemeindekassen.

    Glückwunsch zu diesem kolossalen technischen Fortschritt.

    Da setze ich doch gerne auf die erwartete neue Fährkonkurrenz die
    offensichtlich bei ihrem Angebot keine Seiteneinstiege benötigen.

  3. barbara-strauss@t-online.de

    Vieleicht ist ja einer dabei von den Amrumern oder Gästen,die einen Vorschlag machen können,daß so ein Seiteneinstieg für immer funktionieren kann und nicht immer wieder kaputt geht.Dann würde auch das gemecker aufhören.

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