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MS „Adler Express“ geht ins Winterlager…

Am Sonntag absolvierte die Mannschaft des MS „Adler Express“ seine letzte Tour in 2014 von Nordstrand über Hooge, Amrum, Sylt und zurück. Schon in den nächsten Tagen wird das schnell fahrende Ausflugsschiff durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Werft nach Arnis an der Ostsee verholt. „Den Wasserstrahlantrieben stehen in diesem Jahr aufwendige Überholungen in der Bauwerft des „Adler-Express“ in Schweden bevor“, berichtet Schiffseigner Sven Paulsen von der Reederei Adler-Schiffe. Wie in jedem Jahr wird das 41,90 Meter lange Fahrgastschiff nach der Saison einer kostenintensiver Revision unterzogen.

Die MS "Adler Express"

Die MS “Adler Express”

Würde die Zulassung über 16 Meilen im Wattenmeer zu fahren erlöschen, wenn das Schiff mal abgängig sein sollte, fragen wir Sven Paulsen. „Die Zulassung ist tatsächlich an das Schiff gebunden, das Bestandsschutz hat“, bestätigt er die Sondergenehmigung. Allerdings sei für ein Schiff eine lange Lebenserwartung gegeben. „Solange wir jedes Jahr in das Schiff und dessen hohen Sicherheitsstandard investieren, wird es noch lange auf dieser Linie im Wattenmeer laufen“, so Paulsen.

Sein Vater Kurt Paulsen hatte das Schiff 1993 auf dieser Linie in Fahrt gebracht und lange selber auf der Brücke das Kommando gehabt. Neben einem Hauptkapitän sind zwei weitere Kapitäne der Reederei auf das schon etwas speziell zu fahrende High-Speed-Schiff geschult. Die mögliche Reisegeschwindigkeit liegt bei 33 kn. Aufgrund von Befahrensregeln im Wattenmeer ist die maximal zulässige Geschwindigkeit auf 24 kn begrenzt.

„Trotz des guten Sommerwetters müssen wir in diesem Jahr einen Rückgang um 5-10 % bei den Beförderungszahlen mit dem „Adler Express“ verkraften. Der vierzehntägige Ausfall nach dem Unfall am Wittdüner Fähranleger ist nicht mehr aufzuholen gewesen“ so Paulsen. Solch ein schreckliches Ereignis stecke allen in den Knochen. Die daraus resultierenden Verhaltensregeln an Bord aller Adler-Schiffe, speziell beim Anlegemanöver werden glücklicherweise von den Passagieren weitestgehend angenommen.

Wie gut spezielle Angebote in Kooperation mit der Nord-Ostsee-Bahn angenommen wurden, könne Paulsen erst Ende November, wenn er belastbare Zahlen hat, beurteilen. Speziell die Verbindung um 17.15.Uhr ab Hörnum nach Amrum werde merklich von Fluggästen, die über den Sylter Flughafen angereist sind, als Transferverbindung nach Amrum genutzt. Analysierte Zahlen liegen allerdings noch nicht vor. Auch im nächsten Jahr wird die die Hochseeinsel Helgoland in der Vorsaison mit dem „Adler-Express“ angelaufen. Die Erfahrungen zeigen die nötige Resonanz für solche Sonderfahrten. Ob dann vielleicht auch im Herbst eine Tour angeboten wird, will Paulsen von den im Herbst eher schwierigen Wetterverhältnissen abhängig machen.

Unzufriedenstellend seien für den Reeder die weiter sinkenden Beförderungszahlen auf dem Schiff „Adler IV“ zwischen Amrum und Föhr. „Von Sylt kommend, schaffen wir zwischen Amrum und Föhr weitere Verbindungen als Ergänzung zum Fahrplan der Wyker Dampfschiffs-Reederei“, so Paulsen.  Ab April 2015 steht der “Adler Express” wieder zur Verfügung.

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Über Thomas Oelers

Thomas Oelers wurde 1966 in Wittdün auf Amrum geboren - ein echtes Inselkind. Nach seiner Schul- und Ausbildungszeit entschied er sich auf der Insel zu bleiben. Heute arbeitet der Vater von 2 Kindern in einem Wittdüner Betrieb als Zentralheizungs- und Lüftungsbaumeister. Seit 2003 recherchiert und fotografiert er als freier Journalist akribisch im Amrum-News Team.
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