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Gemischte Bilanz – Sonnenschein und Gewitterregen bei den Amrumer Dorffesten 2015

Die Amrumer Dorffeste verzeichneten in diesem Jahr eine sehr unterschiedliche Bilanz. Von strahlendem Sonnenschein bis hin zu stürmischen Gewitterregen war 2015 alles vertreten.

Begonnen hatte die „Fest-Saison“ auf der Insel Amrum wie berichtet mit den zweitägigen Feierlichkeiten zum 125-Jährigen Bestehen des Nordseebads Wittdün. Diese erstmals in dieser Form ausgetragene Veranstaltung kam bei Insulanern, Urlaubsgästen und Gewerbetreibenden gleichermaßen sehr gut an.

Als nächstes war das Feuerwehrfest der Freiwilligen Feuerwehr Süddorf-Steenodde, der kleinsten der vier Amrumer Inselwehren, an der Reihe. Das Fest, inoffiziell auch gerne als Dorffest von Süddorf bezeichnet, war wieder sehr gut besucht und es herrschte wie gewohnt gute Stimmung. Neben Essensständen und einem Bierpilz gab es hier auch wieder den kultigen Erdbeerbowle-Stand, die traditionelle Tombola mit vielen attraktiven Preisen und stimmungsvoller Musik vom Plattenteller bis in die Nacht hinein.

Das Norddorfer Dorffest

Das Norddorfer Dorffest

Das Norddorfer Dorffest, mit seinen vielen Ständen zum Essen, Trinken und Bummeln, dem Kinderprogramm der AmrumTouristik und Live-Musik, viel 2015 dagegen leider (fast) komplett ins Wasser. Es hätte so ein schöner Abend werden können. Alles war vorbereitet, aber dann machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die Wettervorhersagen hatten sich in den Tagen vor dem Fest immer mehr verschlechtert und für den Zeitraum des Dorffestes schließlich Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Sturmböen vorhergesagt. Trotzdem hatten die Veranstalter noch bis zur letzten Minute gehofft das Fest wie gewohnt durchführen zu können, mussten dann aber am Freitagnachmittag nach einer letzten Besprechung eine Entscheidung fällen, das Fest in einer sehr abgespeckten Variante auf der „Hüttmannwiese“ mit einigen Ständen durchzuführen. Auf Livemusik mit dem Hamburger „Trio St.Pauli“ musste jedoch verzichtet werden, da die mobile Konzertbühne der AmrumTouristik bei diesen Wetterbedingungen aus Sicherheitsgründen nicht aufgebaut werden konnte. Auch die freiwillige Feuerwehr Norddorf hatte auf die schlechten Wetterprognosen reagiert und bot, statt auf dem geplanten Festareal, an ihrem neuen Feuerwehrgerätehaus Gegrilltes und Getränke an. Die rund zehn Verkaufsstände die trotzdem zur Hüttmannwiese gekommen waren boten ab Mittag ihre Waren und Speisen an und trotzten dem Wetter so lange es ging. Als jedoch gegen 16:30 der erste Starkregen einsetzte und die Vorboten des Sturms zu spüren waren, wurden die Stände zügig abgebaut und das „Dorffest-light 2015“ ging innerhalb weniger Minuten zu Ende.

Dorffest Nebel - mehr Glück mit dem Wetter...

Dorffest Nebel – mehr Glück mit dem Wetter…

Deutlich mehr Glück mit dem Wetter hatten wie schon im Vorjahr die Veranstalter des Nebeler Dorffestes. Mehrere Tausend Besucher strömten durch den Uasterstigh und schlenderten dabei an den zahlreichen Gastronomie-, Handwerks- und Flohmarktständen vorbei.  Auch hier war das Kinderprogramm der AmrumTouristik vertreten und veranstaltete lustige Kinderspiele im Kurpark. Für die musikalische Unterhaltung sorgten wie bereits in den Jahren zuvor „John Law and The Tremors“ auf der einen und die „Amrumer Soulband“ und „DJ Olli“ auf der zweiten Bühne. Wer wollte nutzte an 22:30 Uhr am Parkplatz vor dem Haus des Gastes noch die Gelegenheit einen Blick auf das Feuerwerk „Föhr on Fire“ über der Stadt Wyk auf Föhr zu werfen.

Den Abschluss der diesjährigen Fest-Saison bildet das Molenfest in Steenodde am kommenden Samstag. Ab 15:00 Uhr erwarten die Besucher bei diesem maritimen Sommerfest des Segelvereins ASRV wieder eine Vielzahl von Ständen und zahlreiche Attraktionen wie z.B. dem Open Ship auf dem neuen Amrumer Seenotrettungskreuzer „Erst Meier-Hedde“ (ab 16:00 Uhr), eine Piratenregatta (16:30 Uhr) oder der Optiregatta (17:00 Uhr). Der Höhepunkt des Steenodder Molenfestes ist sicherlich die traditionelle Papierbootregatta (18:00 Uhr), bei der wieder tollkühne Kapitäne und Matrosen versuchen werden, mit selbstgebauten Papierbooten die markierte Wettkampfstrecke möglichst unbeschadet zu überstehen. Ein Riesenspaß für alle Teilnehmer und Zuschauer. Vorbeischauen lohnt sich!

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Über Andreas Buzalla

Andreas Buzalla ist ein waschechter Berliner. 1978 dort geboren, hat er unzählige Urlaube mit seinen Eltern auf der Insel verbracht. 2004 erfüllte er sich seinen großen Traum auf der Insel zu leben. Dazu absolvierte er eine Lehre zum Reiseverkehrskaufmann bei der AmrumTouristik. Heute arbeitet er als Assistent der Veranstaltungsleitung der AmrumTouristik. Seit 2004schreibt er als freier Journalist im Amrum-News Team.
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