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All-Parteien-Koalition wählt Cornelius Bendixen zum Nebler Bürgermeister …

Am Dienstag letzter Woche trat unter reger Teilnahme der Gemeinde die neu gewählte Gemeindevertretung in Nebel zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Wahlen, Einführungen, Verabschiedungen, Protokolle, Bekanntgaben, Glückwünsche und ein Eilantrag – insgesamt 28 Tagesordnungspunkte im öffentlichen Teil plus sechs nicht-öffentliche, das klang nach einem straffen Programm.

Bürgermeister in Nebel: Cornelius Bendixen (Mitte) mit seiner 1. Stellvertreterin Elke Dethlefsen (links im Bild) und seinem 2. Stellvertreter Lothar Herberger (rechts im Bild)

Da der Nebler Bürgerblock bei den Kommunalwahlen am 6. Mai seine absolute Mehrheit verloren hatte, einigten sich die drei in der Gemeindevertretung vertretenen Fraktionen auf die Wahl von Cornelius Bendixen (CDU) zum neuen Bürgermeister. Erste stellvertretende Bürgermeisterin wurde erneut Elke Dethlefsen (Bürgerblock) und zweiter stellvertretenden Bürgermeister Lothar Herberger (SPD). Alle drei wurden in offener Abstimmung gewählt und erhielten bei jeweils eigener Enthaltung die volle Stimmenzahl. Zuvor waren die drei von ihren Fraktionen bereits als Fraktionsvorsitzende in der neuen Gemeindevertretung benannt worden.

Cornelius Bendixen bedankte sich im Namen der Gemeinde bei den ausscheidenden Gemeindevertretern Lars Jensen und Arfst Bohn für die geleistete Arbeit. Arfst Bohn, der lange Jahre auch Gemeindevertreter in Wittdün war, konnte den Dank aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich entgegennehmen. Großer Dank galt auch dem scheidenden Bürgermeister Bernd Dell-Messier, der 20 Jahre lang der Gemeindevertretung in Nebel angehörte und als letzte Amtshandlung die Versammlung eröffnet hatte, die mit einer Schweigeminute für den verstorbenen Uwe Claußen begann.

Bürgermeister Bendixen bedankt sich im Namen der Gemeinde bei seinem Vorgänger Bernd Dell-Messier. „Noch vor ein paar Monaten, hätte ich nicht gedacht, dass ich jetzt hier stehen und dieses Amt von Dir übernehmen würde“, sagte er mit großem Respekt.

Eine Stimmung kollegialer Einmütigkeit durchzog die erste Sitzung der neuen Gemeindevertretung, so dass die Vereidigung und Amtseinführung der Bürgermeister, die Verpflichtung und Amtseinführung der weiteren Gemeindevertreter, die Personalbesetzung sämtlicher Gremien, Ausschüsse und Posten zügig in feierlich-heiterer Atmosphäre abgearbeitet wurden. Vorsitzende des Finanz-Ausschusses wurde Elke Dethlefsen (Bürgerblock), Vorsitzender des Bau- und Wege-Ausschusses Martin Drews (CDU) und Vorsitzender des Tourismus-Ausschusses Tobias Lankers (SPD). Die Verwaltungsräte wurden mit Vertretern aller drei Fraktionen paritätisch besetzt, und alle Gemeindevertreter wurden ohne Gegenstimmen in ihre neuen Ämter gewählt.

Auch der Eilantrag des Bürgermeisters wurde einstimmig angenommen: eine neue Außenterrasse für das Süddorfer Strandhäuschen. Das vom Tourismusausschuss schon in der letzten Amtsperiode befürwortete Terrassendeck aus Holz wurde nun in Auftrag gegeben und soll in der ersten Juliwoche fertig werden.

Heiko Müller (Gemeinde Wittdün) und Pastorin Martje Brandt (St. Clemens Gemeinde) nutzten die Einwohnerfragestunde, um Grüße überbringen. Müller bedankte sich für die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nebel und wünschte der neuen Gemeindevertretung viel Erfolg. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit.

Neues aus dem nicht-öffentlichen Teil der letzten Sitzung: Auf den Parkplätzen der Arztpraxis an der Mühle und des St. Clemens Hüs werden E-Ladestationen errichtet, und für die DLRG am Nebler Strand wird ein Quad mit Trailer und Boot gekauft.

Nach einer Stunde dreißig hatte die neue Gemeindevertretung im „Haus des Gastes“ ihre erste Versammlung geschafft.

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Über Astrid Thomas-Niemann

Astrid Thomas-Niemann ist gelernte Schifffahrtskauffrau sowie studierte Sprach- und Erziehungswissenschaftlerin. Sie hat viele Jahre als Schifffahrtsanalystin gearbeitet und lebt seit 2015 in Wittdün. Als junge Frau kam Astrid 1981 das erste Mal auf die Insel und besuchte auf Zeltplatz II die Niemanns aus Hamburg, die Amrum seit 1962 urlaubsmäßig die Treue halten, inzwischen bereits in der 4. Generation.
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