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Von Händen und Höfen …

Immer im Ensatz … Birgit Martinen

Teil 6 unserer Serie “Gesundheits-, Sport- und Wellnessprogramm auf Amrum”

Sie gilt seit Langem als Physio-Geheimtipp für Amrumer, auch wenn sie selbst sagt, „hebt mich bloß nicht hervor“: Birgit Martinen bietet seit nunmehr 24 Jahren Physiotherapie auf Amrum an und behandelt schmerzende Nacken, Hüften, Rückenbeschwerden und geschundene Knie oder Mirgränepatienten – Leiden, deren Ursachen ebenso vielfältig anzusehen sind wie ihre Behandlungsmethoden.
Vier Monate wollte Birgit Martinen auf Amrum bleiben, um bestimmte fachliche Anwendungen bei mukoviszidosekranken Kindern zu lernen. Birgit war zu dem Zeitpunkt 29 Jahre alt und hatte gerade die Krankengymnastikschule in Münster abgeschlossen. „Mit 18 besuchte ich eine Massageschule und merkte schnell, dass es für mich dabei nicht bleiben kann“, sagt die 55-Jährige heute. Doch bis sie damals einen der begehrten Plätze auf die Physiotherapieschule bekam, vergingen Jahre. Birgit blieb dran, wartete und überbrückte die Zeit als Masseurin. 
Seit drei Jahren arbeitet Birgit Martinen vorwiegend mit Amrumer Patienten in ihrer Praxis innerhalb ihres eigenes Wohnhauses, zwischen Ferienwohnungen und gegenüber ihres Hofladens, den sie zusammen mit ihrer Familie letztes Jahr errichtet hat. Das rot gestrichene, weitläufige Hark Olufs Haus von 1742 liegt zentral im Ortskern von Süddorf. Eine Entwicklung, die mehrere Stationen auf Amrum hatte.
Die ersten drei Jahre auf der Insel begann Birgit an der Satteldüne, machte sich jedoch 1995 im Hotel Seeblick selbstständig, als sie ihren Mann Irk Martinen, den ansässigen Bauern, kennenlernte. Heute bin ich froh, sie zwischen ihren Behandlungen, ihren Diensten im Hofladen, der Vermietung, der Pferdefütterung, ihren Bürozeiten und der Versorgung ihrer Familie für diese Geschichte sprechen zu können. „Die meiste Zeit des Jahres beginnt mein Tag um 5 Uhr früh“, erklärt die gebürtige Wermelskirchnerin, die es gar nicht verwunderlich findet, dass man ihre Heimatstadt im Bergischen Land nicht kennt.

Viel Herzblut bei Wirbelsäule und co.

„Meine Behandlungen sind neben allem, was jeden Tag so ansteht, aber mein Herzblut“, erzählt die Physiotherapeutin, die nie zu ruhen scheint, weder körperlich noch geistig und sich weiterbildete, sogar von Amrum aus. „Seit 11 Jahren holen wir Amrumer Physiotherapeuten Weiterbildungen nach Amrum“, erklärt sie mit Leuchten in den Augen, die Hände sprechen mit. Inzwischen arbeitet Birgit Martinen neben der klassischen manuellen Therapie auch mit craniosakralen Therapiemethoden wie Lymphdrainage und Fußreflektion und osteopathischen Techniken, um ganzheitlicher zu behandeln. Ein Patient kommt mit einem dicken Knie? „Durch die verschiedenen Behandlungsmethoden, die vielfältigen Weiterbildungen, die uns in der Physiotherapie mitgegeben wurden, haben wir Physiotherapeuten die Möglichkeit, die individuellen Beschwerden des Patienten ursächlich zu behandeln und Zusammenhänge zu erkennen.“ So betrachtet man zum Beispiel nicht nur den “Nackenschmerz” oder das “geschwollene” Knie, sondern die gesamte Statik, die Lebensumstände, die berufliche körperliche Belastung oder auch die sitzende Tätigkeit des Patienten. Angepasst (der Behandlung durch den Physiotherapeuten) daran werden Tipps und Empfehlungen für den Alltag gegeben, um Fehlbelastungen auszugleichen und somit im Idealfall Besserung und Linderung der Beschwerden zu sorgen.

Für Behandlungen, Vermietung und Hofladen erreichen Sie Birgit Martinen unter Tel. 04682.1533 oder per Email unter haus-martinen@t-online,de
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Über Sabine Hölck

Eine Bayerin auf Amrum. Sabine Hölck zog 2010 im vierten Monat schwanger von München auf die Insel, die sie zu dem Zeitpunkt nur von ein paar wenigen Urlauben kannte. Die Mutter inzwischen zweier – friesischer – Kinder führt seit 2012 hier einen Familienbetrieb und vermietet Ferienwohnungen. Sabine lernte das Handwerk des Schreibens von der Pike auf, sie studierte Modejournalismus in München und arbeitete schon während des Studiums für diverse Tageszeitungen und Magazine. Als sie entschied, der Großstadt den Rücken zu kehren, arbeitete sie als Redakteurin für das Modemagazin InStyle.
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