Neues aus der Gemeinde Wittdün …


Mit der Verpflichtung und Amtseinführung von Sonja Kotowski durch Bürgermeister Heiko Müller ist die Gemeindevertretung Wittdün nun komplett. Sonja Kotowski ist für Carmen Klein nachgerückt, die ihr Mandat nicht angetreten hat.

Wie Bürgermeister Müller berichtete, liegt ein erster Entwurf für das neue Ortsentwicklungskonzept vor. Nach einer internen Diskussion wird das neue Konzept am 27.9.2023 erstmals der Gemeinde Wittdün vorgestellt. Die Veranstaltung findet in der evangelischen Kirche in Wittdün statt. Bis zum Ende dieses Jahres soll das Konzept abgeschlossen werden.

Am 7.September um 19:00 Uhr wird in einer öffentlichen Sitzung das Quartierskonzept der Gemeinde vorgestellt. Ziel ist es, die Energieversorgung zu verbessern und den Energieverbrauch insbesondere der öffentlichen Gebäude zu senken. Im Fokus stehen die Einsatzmöglichkeiten erneuerbarer Energien. Ein erster Schritt wird eine umfassende Bestandsanalyse sein.

Die Zukunft der medizinischen Versorgung auf Amrum ist weiterhin ein wichtiges Thema für die Insel. Mögliche Alternativen für ein medizinisches Versorgungszentrum werden weiter untersucht. Einer der möglichen Standorte sind die Räumlichkeiten im Amrum SPA in Wittdün. In einer Begehung mit Experten wurden die Räumlichkeiten besichtigt und bewertet.

In den vergangenen Monaten wurde landesweit an einem neuen Radwegekonzept gearbeitet.  Der Förderbescheid für den Kreis Nordfriesland wurde nun in Husum überreicht. Der Kreis Nordfriesland hat im Mai 2023 das Radverkehrskonzept Kreis Nordfriesland 2023 verabschiedet. Auf Amrum hat auch die Bürgerinitiative BILA dieses intensiv unterstützt.
Das Ziel: den Anteil des Radverkehrs – insbesondere auch außerhalb der Städte – weiter zu steigern, die Verlagerung vom Auto auf das Fahrrad voranzutreiben und eine zukunftsfähige Infrastruktur zu entwickeln. Von 2023 bis 2027 stehen jährlich 1 bis 1,2 Millionen Euro im Kreishaushalt zusätzlich zu den Landes- und Bundesprogrammen zur Verfügung. Welche Maßnahmen im Detail auf Amrum geplant sind, wird in den kommenden Monaten ausgearbeitet.

Ein neu angelegtes „feuchtes Dünental“ , Foto: Hanna Zimmermann

Die Amrumer Naturschutzkoordinatin Hanna Zimmermann berichtete über das Projekt der Renaturierung feuchter Dünentäler und der Heide- und Dünenpflege. Innerhalb der Amrumer Dünenlandschaft wurden an speziell ausgesuchten Stellen Dünentäler so weit ausgebaggert, dass sich kleine Biotope bilden konnten, die je nach Jahreszeit mehr oder weniger Wasser enthalten. In diesen „feuchten Dünentälern“ konnte die Kreuzkröte erfolgreich wieder angesiedelt werden. Die Kreuzkröte ist eine vom Aussterben bedrohte Tierart, die einerseits feuchte Gebiete liebt, sich aber auch in angrenzenden Dünen im Sand vergräbt.

Ein weiteres Thema ist die Heide- und Dünenpflege. In vielen Heidelandschaften auf Amrum breiten sich Gehölze und intensiver Graswuchs zunehmend aus und die Heide wird mehr und mehr zurückgedrängt. Durch sogenanntes „Entkusseln“ werden die einzelnen Heideflächen sowohl maschinell als auch sehr arbeitsaufwendig von Hand von der sich stark ausbreitenden Traubenkirsche und anderen Gehölzen befreit. Die Naturschutzgruppe des „Öömrang Ferian“ bietet hier unter anderem auch Veranstaltungen für Gäste unter dem Schlagwort „Natürlich helfen“ an. Auch die Beweidung der Heideflächen mit Schafen und Pferden hat sich als sehr erfolgreich herausgestellt. In einigen Bereichen der Amrumer Dünen sollen die vermehrt auftretenden Gehölze entfernt werden. Das Aufkommen von Kiefern und anderen Gehölzen führt zu einer Veränderung der Lebensraumbedingungen, wie Temperaturverhältnisse, Nährstoffhaushalt und damit werden die dünentypischen Tier- und Pflanzenarten verdrängt.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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