Endlich mal ein Sturmtief mit Sonnenschein …!


Landunter am Fähranleger …
©Kinka Tadsen

Das gab es schon lange nicht mehr. Ein Sturmtief mit kräftigem Wind aus westlichen Richtungen, gepaart mit einer Springtide, und das zur Mittagszeit und bei hellem Sonnenschein. Da hat am Samstag ein Sturmtief zur besten Herbstferienreisezeit nicht nur den Gästen der Insel Amrum ein sehenswertes Spektakel bereitet. Zwar wurde der Sonnenschein ab und zu durch heftige Regengüsse unterbrochen, aber kurz nach 14 Uhr war Hochwasser und das hat viele Besucher v. a. an die Strandübergänge in Norddorf und Nebel gezogen. In den Medien war vor einer Sturmflut gewarnt worden und tatsächlich ist es beeindruckend mit anzusehen wie am Kniepsand die Wellen bis an die Dünenkante schlagen, der Strand komplett unter Wasser steht und die Bohlenwege an den Strandübergängen fortgespült werden. Aber tatsächlich hielten sich die Hochwasserstände mit „nur“ 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser noch in ertragbaren Grenzen.

Wie immer war die Steenodder Mole überflutet und in Norddorf stand das Wasser bis zur Surfschule, aber am Fähranleger schwappten die Wellen nur leicht über die Pier und die Fährpassagiere konnten trockenen Fußes auf und von den Schiffen gelangen. Dennoch wurde am gesamten Wochenende der Fährplan kräftig durcheinandergewirbelt.

Der böige Westwind bereitete den Besuchern insbesondere an den Strandübergängen große Probleme, da sie sich oft mit geschlossenen Augen oder auch rückwärts gegen den Sandflug an den Strand vorkämpfen mussten. Am Rückweg konnten sie sich dann zur Belohnung treiben lassen. Einige unverwegene Surfer und Kiter wagten sich trotz oder auch gerade wegen des Sturms mit am Norddorfer Strand gemessener Windstärke 8 (38 Knoten) und in Böen bis 10 (50 Knoten) aufs Wasser. Es ist bestimmt ein tolles Erlebnis da zu surfen oder zu kiten, wo normalerweise die Strandkörbe stehen und die Badegäste sich sonnen. Außer ein paar umgekippten Strandkörben und einige weggeflogenen Mülleimern ist nichts Schlimmeres passiert.

Hier noch ein Video von Laura Totzauer:

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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