Adventsnachmittag im St.Clemens Hüs für alle …


weihnachtlich geschmückte Kaffeetafel

Dieser Einladung sind knapp 40 Amrumer*innen und Gäste gefolgt. Der älteste Teilnehmer der Runde ist Johannes Rickert mit 96 Jahren, der im Winter in Norddorf lebt und im Sommer in Bornhöved. Ihr Haus hat die Familie bereits in den 70er Jahren gebaut und freut sich im Winter, an solch gemütlichen Nachmittagen wie diesem teilnehmen zu können.

Es sollte ein gemütlicher, musikalischer, vorweihnachtlicher Nachmittag werden.
Schon beim Betreten des Gemeindehauses konnte man die weihnachtliche Stimmung wahrnehmen: Die Tische waren liebevoll gedeckt und in der Küche wichtelten die kirchlichen Helferinnen an den Kaffeemaschinen und schnitten den Kuchen auf. Jeder konnte im Saal einen Platz finden, denn leider mussten einige Sangesfreudige und Kaffeedurstige den geplanten Besuch kurzfristig wegen einer Erkrankung absagen.

Pastorin Martje Brandt begrüßte die Gemeinde herzlich und erläuterte“ Wir wollen uns zunächst bei Kaffee, Tee und Gebäck stärken, bevor wir zum musikalischen Teil übergehen und ich bin gespannt, was uns noch für Einlagen erwarten!“
Die Zwillinge Jonne und Mats eröffneten mit M.Brandt den musikalischen Teil mit einer Gesangseinlage. Mit klarer Stimme gaben die jungen Sänger das Lied von dicken weißen und roten Kerzen zum Besten – und dies ganz ohne Lampenfieber.
Sigrid Streicher hatte eine lustige Weihnachtsgeschichte im Gepäck: „Geld vom Weihnachtsmann“: Es ist eine Bitte um Übersendung von 100 DM an den Weihnachtsmann gegangen, leider landete der Brief beim Finanzamt. Die Finanzbeamten hatten ein mildes Herz, veranstalteten eine Sammlung und es kamen 70 DM zusammen, die an den Absender des Briefes gingen. Prompt kam eine Antwort zurück: „Lieber Weihnachtsmann, das nächste Mal bitte nicht übers Finanzamt – die haben tatsächlich von den 100 DM 30 DM einbehalten!“

Weihnachtlich geschmückte Kaffeetafel

Dann wurde die moderne Technik durch M.Brandt aktiviert: über die Leinwand flimmerte ein Weihnachtsliederrätsel. Eine der Anwesenden hat tatsächlich alle 10 Lieder erkannt und erhielt als Preis das Weihnachtsliederbuch der Kirchengemeinde. Nora Grevenitz hatte ein Gedicht (auf Friesisch) und eine Geschichte (auf Deutsch) dabei. Die Besucher*innen entschieden sich für die deutsche Kurzgeschichte von Siegfried Lenz: „Eine Art Bescherung“, die von einer Weihnachtsfeier in der Nachkriegszeit handelt. Eine sehr besinnliche Geschichte, die zeigt, wie gut wir es haben, dass wir im Warmen, gemütlich beieinandersitzen können. Schließlich kommt es zu einem weiteren Höhepunkt des Nachmittags: Kinka Tadsen kündigt Tochter Tiare am Klavier an. Mit Hingabe – und ohne dass man etwas vom Lampenfieber bemerkt – spielt die Kleine das Lied „We wish you a merry christmes!“ und zum Ende der Veranstaltung setzt sie sich noch einmal ans Klavier und präsentiert das Lied „Seid froh und munter!“. Sie erntet sehr verdient viel Beifall.
Mittlerweile haben sich auch die Mitglieder des Flötenkreises zusammengefunden und ihre Notenbücher aufgeschlagen. Altbekannte Lieder wie „Alle Jahre wieder“, „Tochter Zion“ und „Leise rieselt der Schnee“ luden alle Sangeswilligen zum Mitsingen auf.
Zum Abschluss des Nachmittags wies Pastorin Brandt noch auf das anstehende 50jährige Jubiläum des Flötenkreises in 2024 hin, auf die anstehenden Weihnachtsgottesdienste – deren Termine man gerne dem Clemensboten entnehmen kann – und auf den nächsten Termin des Gesprächskreises am 31.01.24 mit dem Thema: “Das nehme ich mir jetzt mal vor.“ Sollte jemand ein Thema für die nächsten Termine des Gesprächskreises vorbereiten oder sich in anderer Weise gerne einbringen wollen, möge man sich gerne im Kirchenbüro melden.
Spontan gab es am Ende noch herzlichen Applaus für alle Helfer*innen, die diesen Nachmittag möglich gemacht haben, bevor alle sich im Dunkeln auf den Heimweg machten.

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Über Brunhilde Wnuck-Jessen

Brunhilde Wnuck-Jessen wurde 1956 in Dorsten geboren und machte dort 1975 ihr Abitur. Anschließend ging es zum Studium nach Köln, wo sie eine Amrumer-Clique kennenlernte. Der Liebe wegen zog sie 1984 nach Süddorf auf Amrum, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann Sönke wohnt. Nach 38 Jahren Schreibtischarbeit freut sich die Jungrentnerin nun auf viel gemeinsame Zeit mit ihren beiden Enkeltöchtern.

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