„Das nehme ich mir mal vor …”


Die Kaffeetafel füllt sich …

war das Motto des Gesprächskreises der Kirchengemeinde St. Clemens am letzten Mittwoch im Januar.
Pastorin Martje Brandt konnte als Gastgeberin fast 20 interessierte Amrumerinnen im Clemens Hüs begrüßen. Traditionell wurde der Nachmittag mit Kaffee, Tee und Kuchen eingeläutet – wobei sich schon die ersten Gespräche entwickelten. Anschließend übernahm die Pastorin die Gesprächsleitung zum o.g. Thema und bat um Wortmeldungen. Schnell schossen die Finger in die Höhe.
Man war sich einig: Die üblichen Vorsätze für das neue Jahr wie :
– Ich will aufhören zu rauchen
– Ich will abnehmen
– Ich will jeden Tag 10000 Schritte gehen …
treffen nicht den Kern.

Oder wie eine Teilnehmerin es ausdrückte:“ Der Mensch macht Pläne und Gott lacht darüber.“
Es geht auch primär gar nicht darum, was man sich zum Anfang des Jahres vornimmt, sondern jeden einzelnen Tag im Jahr.
So kamen folgende Ideen aus dem Plenum: „Ich nehme mir mal vor …

– den Tag mit mehr Gelassenheit anzugehen. Ich will mich nicht mehr über jede Kleinigkeit ärgern, sondern das Positive im Negativen entdecken.
– eine To-Do-Liste für den Tag zu erstellen. Am Ende betrachte ich aber nicht die Dinge, die ich nicht geschafft habe, sondern die Dinge, die mich noch nebenher erfreut haben.
– mich über einen unerwarteten Besuch zu freuen, auch wenn er meinen Tagesplan durcheinanderbringt.
– mich ohne Plan an der schönen Natur zu erfreuen. Dadurch fällt immer wieder auf, wie schön es die Insulaner hier haben.
– auch in unerträglichen Zeiten ein erträglicher Mensch für die Umwelt zu bleiben.
– weniger zu klagen und es versuchen zu genießen, dass man den Tag ganz allein für sich planen kann, wenn man plötzlich allein lebt, da der Partner verstorben und die Kinder weggezogen sind.

Pastorin Martje Brandt hat die Gesprächsleitung …

Die zahlreichen Beiträge machten deutlich, dass sich alle Teilnehmer in der Runde gut aufgehoben fühlen und sich auf den Frühling freuen – wenn man in der Nachbarschaft und in den Ortskernen wieder mehr Menschen trifft, mit denen man sich austauschen kann.
Damit man sich weiter im Gesprächskreis austauschen kann, bat Pastorin Martje Brandt um Themenvorschläge für die nächsten Treffen. Es wurden einige interessante Vorschläge gemacht.  So würde man sich u.a. freuen, wenn die Hospizgruppe über ihre Arbeit berichten würde oder wenn man etwas über die neue Alten-WG erfahren könnte.  Auch die Frage, ob Psalme noch aktuell sind, könnte an einem Nachmittag behandelt werden. Der Umgang von älteren Menschen mit Handys und Internet erschien ebenso interessant wie der neue Begriff des Genderns. Sollte noch jemand eine Idee haben, der nicht an diesem Nachmittag dabei sein konnte, kann er sich gerne an das Pastorat wenden.

Für den 28. Februar gibt es bereits ein Thema: „Vom Tante-Emma-Laden zur Online-Bestellung“ oder: „Wie hat man früher auf Amrum eingekauft und wie ist es heute? Was bedeutet diese Veränderung für jeden Einzelnen und für die Gemeinschaft.“
Zum Abschluss des lebendigen Nachmittags erfreute Nora Grevenitz die Anwesenden noch mit einem Gedicht, das sie bereits 2018 geschrieben hat und welches sehr zum Nachdenken anregt. Das Thema ist leider immer noch sehr aktuell und endet mit der Quintessenz:“ Angst und Hass werden heute geschürt, überall blutige Kriege geführt. Die Menschheit soll sich Mühe geben, nach Frieden und Einigkeit zu streben!“

Nach diesen bewegenden Worten beendete Pastorin Martje Brandt den Gesprächsnachmittag mit guten Wünschen für die kommende Zeit und einem Dank an alle Helfer, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.

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Über Brunhilde Wnuck-Jessen

Brunhilde Wnuck-Jessen wurde 1956 in Dorsten geboren und machte dort 1975 ihr Abitur. Anschließend ging es zum Studium nach Köln, wo sie eine Amrumer-Clique kennenlernte. Der Liebe wegen zog sie 1984 nach Süddorf auf Amrum, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann Sönke wohnt. Nach 38 Jahren Schreibtischarbeit freut sich die Jungrentnerin nun auf viel gemeinsame Zeit mit ihren beiden Enkeltöchtern.

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