Ausflugsschiff vor Nordstrand auf Grund gelaufen…


Hoch und trocken …
Foto: Martin Bulang

MS „ADLER V” musste vierstündige Zwangspause einlegen.

Der Kapitän der „Adler V“ hatte sich am vergangenen Donnerstag (Himmelfahrt) gegen 17.40 Uhr bei den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeldet und um Hilfeleistung gebeten.
Auf Nachfrage bei der Adler-Reederei war folgendes passiert: Das knapp 36-Meter lange und 1979 auf der Husumer Schiffswerft gebaute Ausflugsschiff hatte tidebedingt (Ostwind!) etwa 500 Meter vor dem Hafen Strucklahnungshörn im beengten Fahrwasser aufgesetzt. Dies kommt im Wattenmeer häufiger vor – auch im Hafen liegt das Schiff tagsüber manchmal auf. An Bord befanden sich etwa 30 Menschen, es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Gäste.
MS „ADLER V“ fährt von Nordstrand aus zu den Halligen und den Seehundbänken.
Christian Stipeldey (Pressesprecher DGzRS) teilte mit, dass zur Hilfeleistung für das havarierte Ausflugsschiff „Adler V“ der Seenotrettungskreuzer „Eiswette“ von der Station Nordstrand alarmiert wurde.
Die „Eiswette“ lief sofort aus, konnte aber aufgrund des ablaufenden Wassers nicht mehr Helfen. Die „Adler V“ ist etwa vier Stunden später bei inzwischen einsetzender Flut von allein wieder freigekommen. Die Seenotretter mussten nicht eingreifen. Besatzung und Passagiere sind sämtlich an Bord geblieben.
Die Seenotretter sind seit 155 Jahren ohne Ansehen der Person und Ursache im Einsatz.
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About Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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