Neues Outfit für die „Ernst Meier-Hedde“


Sie Ernst Meier-Hedde kehrt in den Wittdüner Hafen zurück …

Vier Monate lag der Seenotrettungskreuzer auf der Werft in Rostock. Seit dem Pfingstwochenende liegt er wieder im Wittdüner Hafen

Der auf Amrum beheimatete Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) „Ernst Meier-Hedde“ war von Anfang Februar bis Ende Mai 2020 zu einer turnusgemäßen Generalüberholung auf der Werft Tamsen Maritim in Rostock und kehrte am 29. Mai – dem Gründungstag der DGzRS vor 155 Jahren – aus Rostock zurück. Am Mittwochmorgen ging es in Rostock auf die Reise durch die Ostsee in Richtung Kieler Förde nach Laboe. Nach einer Übernachtung wurde in Holtenau eingeschleust um dann durch den Nord-Ostsee-Kanal in die Nordsee zu gelangen. Nächster Zwischenstopp war dann Cuxhaven, dort hatten Techniker noch alle Hände voll zu tun, ehe es am Freitagnachmittag weiter ging in Richtung Wittdün auf Amrum.
„Der Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ der DGzRS gehört zu den modernsten Einheiten der DGzRS-Rettungsflotte. Getauft wurde der „Jubiläumskreuzer“ am 30. Mai 2015, anlässlich der 150-Jahrfeier der Seenotretter. Nach seiner Garantiewerft 2017, zwei Jahre nach Indienststellung, hat er nun die erste turnusgemäße Generalüberholung auf der Werft in Rostock absolviert, die nach Garantieauflösung alle drei Jahre erfolgt. Entsprechend wenig hat sich an Bord verändert“, berichtet Christian Stipeldey, Pressesprecher der DGzRS.
„Die „Ernst Meier-Hedde“ hat wie üblich einen komplett neuen Farbanstrich erhalten (Lackierung). Die tagesleuchtrote Farbe wiederum ist nun auch bei ihr nicht mehr lackiert (sechs Farbschichten), sondern foliert. Mit dieser neuartigen, leicht anzubringenden Folie läuft derzeit ein Langzeitversuch auf einigen Seenotrettungskreuzern. Wir hoffen, dass sie sich im harten Einsatz in Wind, Wetter und Salzwasser als beständiger erweist als die aufwendige und relativ schnell ausbleichende tagesleuchtrote Lackierung.
Alle technischen Systeme des Seenotrettungskreuzers und seines Tochterbootes „Lotte“ sind turnusgemäß grundlegend generalüberholt worden. Das Tochterboot hat zudem die neueste Version der auf seinen Schwesterschiffen im Einsatz befindlichen Navigationselektronik erhalten,“ so der Sprecher.
Nun sind die „Ernst Meier-Hedde“ und „Lotte“ wieder voll einsatzbereit und steht in Seenot geratenen Menschen und Schiffen hilfsbereit zur Seite. Häufig werden die Seenotretter auch um Hilfe gebeten, wenn Verletzte oder Kranke ins Krankenhaus auf die Nachbarinsel Föhr gebracht werden müssen. Die Besatzung um Vormann Sven Witzke zählt insgesamt neun Mann. Zwölf Freiwillige stehen zur Verfügung, um sie bei Bedarf zu ergänzen. Stammbesatzung: 4 Mann.
Die DGzRS stellt mit der regelmäßigen Wartung ihrer Einheiten sicher, dass sie auf den Stationen ständig einsatzbereit sind und die Technik im Ernstfall zuverlässig funktioniert. Sicherheit steht an erster Stelle für die rund 800 freiwilligen und 180 fest angestellten Seenotretter bei ihren oft gefahrvollen Einsätzen.
Der Reservekreuzer „Vormann Jantzen“ und kurzzeitig die „Alfried Krupp“ hatten die „Ernst Meier-Hedde während derer Abwesenheit vertreten. Die „Vormann Jantzen“ – weiterentwickelter Nachbau der ehemals auch auf Amrum stationierten „Eiswette“ – wurde 1990 in Dienst gestellt und ist auf wechselnden Stationen im Einsatz. Benannt ist sie nach dem ehemaligen Vormann der Station Warnemünde, dem Lotsenkommandeur Stephan Jantzen, der in seiner Zeit über 80 Menschenleben rettete. Der Name des Tochterbootes „Butscher“ bezeichnet im mecklenburgischen Platt einen pfiffigen Jungen.
Die DGzRS verlegt den „Tag der Seenotretter 2020“ Coronavirus-bedingt ins Internet.
Der traditionelle Aktionstag wird, als „Digitaler Tag der Seenotretter, am 26. Juli 2020 ausschließlich im Internet stattfinden.
Ihre Spende hält die DGzRS auf Kurs.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Sie finanzieren ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwilligen Zuwendungen. Als Seenotretter sind sie auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter rund um die Uhr einsatzbereit – mit einer Flotte von 60 Seenotrettungskreuzern und -booten.
Spendenkonto: Sparkasse Bremen IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16 BIC: SBREDE22
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About Gerd Arnold

Gerd Arnold ist ein „echter“ Nordfriese, 1957 in Nebel auf Amrum geboren und der friesischen Sprache (öömrang) mächtig. Nach dem Schulabschluss erlernte er in Wittdün den Beruf des Elektroinstallateurs. 1976 zog es ihn nach “Deutschland”, Wohnorte waren u.a. Wuppertal, Owschlag, Koblenz und Pinneberg. 33 Jahre war er bei der Bundeswehr, u.a. als Flugzeugelektriker und Ladungsmeister auf der Transall C-160. Ende Oktober 2010 – ging es altersbedingt – in den Ruhestand. Als Hobby ist da zum einen das Angeln, seit 40 Jahren ist er im Amrumer Angelverein aktives Mitglied und zum anderen der Handball, da allerdings nur passiv bei den Damen der HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen als Hallensprecher in der 3.Liga Nord. Von 1980-1995 und seit 2005 ist Gerd in Owschlag beheimatet, sein zuhause ist aber immer Amrum geblieben. Gerne würde er dauerhaft auf die Insel zurück, es fehlt bisher aber noch ein passendes Wohnungsangebot.

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