Kniep: „Wir möchten was bewegen”


Das Team von KNIEP :Matti, Leve und Mats

Drei die sich einsetzen und es umsetzen auf Amrum: Matti, Leve und Mats – genannt KNIEP. Insbesondere in den letzten Coronajahren schien das Programmangebot auf der Insel für jüngere und jung gebliebene Menschen etwas dürftig, und dagegen wollten die Drei was unternehmen.
„Wir sind jede Ferien auf Amrum, schon seit unserer Kindheit. Aufgewachsen sind wir in der Nähe von Köln, doch unser Vater ist Insulaner und spricht Friesisch”, erzählen die Zwillinge Matti und Leve. „Mats haben wir vor ein paar Jahren beim Surfen kennengelernt. Wir waren uns schnell einig, unsere Zeit auf der Insel wird so viel besser, wenn man eine Vielzahl neuer Menschen treffen und gleichzeitig alte Freunde wiedersehen kann. Die Verbindung zu Menschen, die ebenfalls die Insel besuchen oder dort leben, bereichert das Urlaubserlebnis, die Saisonarbeit oder gewiss auch das Leben der Amrumer Einwohner auf eine besondere Weise. Es ist genau diese wertvolle Erfahrung, die wir jedem ermöglichen möchten.“ 

Doch einfach nur so schnacken, das ist nicht ihr Ding, sie wollten auch was bewegen, umsetzen. Spaß, Feiern und sich gegenseitig kennen lernen waren Hauptgründe für unser erstes Bierpong-Turnier. Corona machte ihnen 2020 einen Strich durch die Rechnung, doch ein Jahr später wurde das Bierpong-Turnier dann eröffnet. Wer jetzt nicht weiß, was Bierpong eigentlich ist, kein Problem, wir wussten es auch nicht, aber Wikipedia: „Es ist ein Trink- und Geschicklichkeitsspiel sowie ein Präzisionssport, bei dem Tischtennisbälle in Becher geworfen werden müssen. Der Gegner muss jeden Becher austrinken, der von einem Spieler getroffen wurde”. Dies Spiel wird meist mit mehreren Teams gespielt und bei einem Turnier treten diese natürlich gegeneinander an. Die Begeisterung auf Amrum war so groß, dass 2022 schon 4 Turniere stattfanden und „Kniep” damit ins 54°Nord, der Inseldisco, zogen. Ebenfalls sind mittlerweile alle Altersgruppen beim Bierpong vertreten.

„Es ist vielleicht immer wieder kitschig, aber ohne die Unterstützung auf der Insel wären wir nicht weit gekommen. Wir hatten ja nur die Idee und brauchten für die Umsetzung Räumlichkeiten und Ausstattung. Jan Oppermann, der Betreiber der Disco, hat uns da super unterstützt und geholfen”, danken ihm die Drei und auch Oke Martinen, der Amrumer Landjugend und Fahad Kahn, die dem Team Kniep unter die Arme gegriffen haben. „Ebenfalls möchten wir uns bei Sebastian, Schlummi, Caro, Linda, Carina, Maxi, Sabine, Leif, Florian, Holger, Lars, Feuerwehr Norddorf und Broder bedanken”, ergänzen die Drei. Über ihren Instagram Account kniep_amrum kündigen sie Termine an, doch nicht nur um das Bierpong geht es da: „Über Insta machen wir noch viel mehr, denn es soll eine Plattform für jeden sein, der etwas anbietet zu machen. Sei es ein Fest, ein Flohmarkt oder ein Spielnachmittag. Es soll animieren auch etwas auf die Beine zu stellen.” Die Gemeinschaft ist ihnen sehr wichtig. Gemeinsam etwas erreichen und unternehmen. „Das Feiern ist natürlich super, doch steht sie nicht im Vordergrund. Unsere Quiz-Abende im Klabautermann waren ein voller Erfolg und viele sind gekommen. Nicht nur Insulaner oder nur Gäste oder nur Saisonarbeiter, sondern ein Misch aus allen und so kann man sich auch kennen lernen”, freuen sich Mats, Leve und Matti, denn ihre Idee scheint Früchte zu tragen. Die nächsten Termine stehen schon fest und die Monate sind gut gefüllt mit Events, die in den nächsten Wochen auf kniep_amrum angekündigt werden. Bisher gehören dazu unter anderem zwei Bierpongturniere, am 14.07. und 11.08 (Anmeldebeginn – jeweils 2 Wochen vor Turnierstart über Instagram).

Die Drei selbst würden gerne auch noch mehr machen, doch da alle im Berufs- und Studienleben auf dem Festland stehen, ist das nicht möglich. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Euch allen, ob Insulaner, Arbeiter oder Urlauber und wenn jemand eine Idee hat und etwas machen möchte, dann los, mach es – schnack nicht nur”, motivieren sie
und freuen sich über Angebote und Ideen direkt über Instagram kniep_amrum.

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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