Sturm „Poly“ fegte über Amrum hinweg …


Sturmtief Poly über Amrum

Das war schon recht ordentlich, was das Sturmtief „Poly“ am Mittwoch da so alles mit sich gebracht hat. Sturm mit orkanartigen Böen, Starkregen und Gewitterzellen haben in weiten Teilen Westeuropas doch größere Schäden verursacht, sogar mehrere Tote waren zu beklagen.

Auf Amrum haben die Sturmböen von über 100 km/h auf den beiden Zeltplätzen so einiges durcheinander gewirbelt, so mancher Strandkorb wurde „vom Winde verweht“, einige Mülltonnen begaben sich auf Reisen, etliche Fahnen hat der Sturm zerfetzt und die Feuerwehr Norddorf hat zwei von Bäumen abgebrochene Äste von der Straße entfernt. Ansonsten waren keine größeren Schäden und v. a. keine Personenschäden zu beklagen.

Die stellvertretende Amtswehrführerin, Petra Müller, hatte vorsichtshalber die Einsatzleitstelle im Amt in Nebel besetzt, konnte dort jedoch insgesamt gesehen einen ruhigen Tag verbringen.

Gegen 16:00 Uhr erreichte das Zentrum des Sturmtiefs Nordfriesland mit heftigstem Wind aus Süd-West, drehte dann entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn über Ost nach Nord-West und West und schwächte sich gegen 19:00 Uhr ab. Gegen Mitternacht frischte das Geschehen noch einmal etwas auf um dann in den frühen Morgenstunden gänzlich abzuflauen.

Eigentlich fing der Mittwoch ganz schön an. Rasch wechselten die Wetterverhältnisse jedoch, wie der Autor mit mehrfachem Blick aus dem Küchenfenster fotografisch festhalten konnte:

Ab Freitag und zum Wochenende ist dann laut Wettervorhersage wieder mit hochsommerlichen Temperaturen und erhöhter Waldbrandgefahr zu rechnen. Auch wenn in den letzten Tagen ein für die Jahreszeit ungewöhnlich langer und starker Westwind für stürmisches Wetter und für gar kein so sommerliches Feeling gesorgt hatte, waren die z. T. heftigsten Regengüsse immer rasch abgetrocknet und die große Bodentrockenheit der vorangegangenen wochenlangen Schönwetterperiode konnte gar nicht richtig ausgeglichen werden.

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Über Peter Totzauer

Dr. med. Peter Totzauer, Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Anästhesie, Notfallmedizin, Spezielle Schmerztherapie, geb. 1954 in Fürth/Bay.,hat, bedingt durch den Beruf des Vaters, als Kind u.a. 4 ½ Jahre in Frankreich gelebt. Abitur 1974 in Köln, Studium der Humanmedizin an der Universität Bonn. Seit 1982 ärztlich tätig, davon viele Jahre als Oberarzt in der Anästhesie und als Leitender Notarzt in Euskirchen. War 2007 für ein halbes Jahr im Rahmen einer „Auszeit“ vom Klinikalltag bei seiner Lebensgefährtin Claudia auf Amrum. Dies hat ihm so gut gefallen, dass er seit Ende 2008 seinen Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ganz auf die Insel verlegt hat und hier seit 2010 mit in der „Praxis an der Mühle“ arbeitet. Er hat zwei erwachsene Kinder, sein Sohn ist niedergelassener Physiotherapeut in Neuss, seine Tochter ist Lehrerin an der Öömrang Skuul.

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