Staatssekretärin Julia Carstens im Rahmen ihrer Sommertour auf Amrum …


Frank Timpe erklärt Julia Carstens die Neubaupläne zum Haus des Gastes in Nebel

Im Rahmen ihrer Sommertour 2023 besuchte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus, Julia Carstens, auch die Insel Amrum. Begleitet wurde sie von Dr. Birte Pusback aus dem Tourismusreferat des Wirtschaftsministeriums.  Bei herrlichem Sommerwetter startete sie ihren Amrum Besuch am Strandübergang in Norddorf. Christoph Decker stellte den Walerlebnis Spielplatz vor und erklärte die Planungen einer möglichen Aufstockung des Mariturs, um dort Wohnungen zu bauen. Ein weiteres Thema war die Umgestaltung der Strandliegenschaften Restaurant Strand 33und Altes Badekabinenhaus.

Anschließend wurde das Naturzentrum des Öömrang Ferian mit der Walskelett-Ausstellung besichtigt. Die Biologin Karen Heidemann erklärte, wie es zur Strandung der Wale kam und wie der Öömrang Ferian sich dafür einsetzte, dass Wal-Skelett in einer Ausstellungshalle in Norddorf zu präsentieren.

Beeindruckt zeigte sich die Staatssekretärin von der digitalen Informationsmöglichkeit der Amrum Touristik. Amrums Tourismus Chef Frank Timpe demonstrierte an der am Norddorfer Strand stehenden digitalen Informationsstele die Möglichkeiten, sich über Veranstaltungen, Restaurants, Führungen, Ausstellungen, Wander- und Fahrradrouten und viele andere interessante Dinge auf Amrum zu informieren.

Die Neugestaltung des Nebeler Strandübergangs erklärte Elke Dethlefsen, Nebels stellvertretende Bürgermeisterin den Gästen aus Kiel. Im Nebeler Haus des Gastes informierten sich Julia Carstens und Dr. Birte Pusback über den geplanten Neubau. Frank Timpe erläuterte im Detail, wie man in früheren Jahren versucht hat, dass Gebäude zu sanieren, das Projekt aber aufgrund ständig steigender Kosten letztendlich gestoppt wurde und die Gemeinde Nebel sich nun für einen kompletten Neubau entschieden hat. Staatssekretärin Carstens zeigte sich sehr interessiert an den Neubau-Plänen. Der Bauausschussvorsitzende Martin Drews verwies auf das zurzeit laufende Bürgerbegehren zur Erhaltung des alten Gebäudes und die dadurch entstehenden Verzögerungen.

Bei einem gemeinsamen Mittagessen wurde dann über den Fachkräftemangel und die Auswirkungen für Amrum diskutiert. Hierzu stieß auch Nicole Hesse vom Hotel Seeblick aus Norddorf zur Gruppe. Gerade auch in der Gastronomie ist Fachkräftemangel ein großes Thema. Für Amrum kommt noch erschwerend hinzu, dass es schwierig ist, für Personal akzeptablen Wohnraum zu finden. Nicole Hesse berichtete, dass sie 6 Ferienwohnungen aus der Vermietung genommen hat und diese nun an Angestellte vermietet. Vordergründig ist dieses finanziell ein deutlicher Verlust, es ist aber die einzige Möglichkeit, qualifiziertes Personal auch längerfristig auf Amrum zu behalten. Die Alternative wäre aufgrund von Personalknappheit die Anzahl der Gäste zu reduzieren, was auch finanzielle Implikationen hat.

Auf Amrum stehen in den kommenden Jahren einige Investitionen zur Verbesserung der touristischen und kommunalen Infrastruktur an. Angesprochen auf zukünftige Fördermöglichkeiten konnte Julia Carstens keine verbindlichen Angaben machen. Der Haushalt für das kommende Jahr wird zurzeit diskutiert und die angespannte Haushaltslage sicherlich einige Einsparungen bedeuten, davon könnten auch Förderprogramme betroffen sein.

Zum Abschluss stand ein Besuch der NatourDüne Wittdün auf dem Programm. Wittdüns Bürgermeister Heiko Müller berichtete über die baulichen Veränderungen im Wittdüner Badeland mit dem neuen Veranstaltungsraum, den Räumlichkeiten für die Schutzstation Wattenmeer sowie die neue Außengestaltung mit der Bossel-Bahn. Die Stützpunktleiterin der Schutzstation Wattenmeer, Gabi Ludwig, erklärte die neu gestaltete Ausstellung sowie die Aktivitäten des Kinderprogramms.

Auf dem abschließenden Spaziergang zum Fähranleger entlang des Bohlenweges am Wriakhörnsee berichtete Heiko Müller über die Aktivitäten der Gemeinde, weitere Dauerwohnungen zu errichten sowie über die Initiative für ein gesamtinsulares medizinisches Versorgungszentrum zur Aufrechterhaltung der zukünftigen medizinischen Versorgung von Einheimischen und Gästen.

Staatssekretärin Julia Carstens und Dr. Birte Pusback zeigten sich beeindruckt von den Aktivitäten der drei Inselgemeinden, versprachen aber auch ein Feedback über die vorgetragenen Anregungen und Wünsche.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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