Maritimes Ambiente sorgt für ein gelungenes Molenfest in Steenodde …


Gut besuchtes Fest

Eine lange Reihe parkender Autos– aufgereiht wie an einer Perlenschnur – von Steenodde fast bis Süddorf ist ein Hinweis darauf, dass der Segelverein ASRV und die AmrumTouristik zum Molenfest eingeladen haben. Einmal im Jahr wird damit der sonst eher ruhige Ort Steenodde zum Dreh- und Angelpunkt der Insel Amrum. Und wer die Gegebenheiten kennt und lieber mit dem Rad vorfährt, trifft am Deich auf hilfreiche „Fahrradabstelleinweiser“, die auch kurz vor Beginn des Festes um 15 Uhr noch freie Stellplätze anbieten können. Allerdings sollte man sich merken, wo man sein Rad abgestellt hat, denn im Dunkeln sind alle Räder ….

 

Edda und Steffi

Bereits in den Vormittagsstunden haben u.a. die Betreiber von Kunsthandwerksartikeln ihre Stände aufgebaut – auch gerne unter einem wasserdichten Dach, denn der Wetterbericht hat starke Regenschauer ab 15 Uhr angekündigt. Edda und Steffi haben es da gut getroffen: Sie können ihre ansprechenden Angebote in dem Holzhäuschen ausstellen, das von den Filmaufnahmen auf Amrum geblieben ist.

Bereit für den Ansturm …

Auch die Gastronomie rechnet mit zahlreichen Besuchern des Festes und ist dementsprechend zahlreich mit verschiedenen Speisen- und Getränkeangeboten vertreten. Den Bierstand übernimmt wie jedes Jahr der ASRV – alle Erlöse unterstützen die Vereinsarbeit.
Am Molenkopf hat der Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ festgemacht und lädt zum Open Ship ein, daneben liegt festlich geschmückt der Amrumer Fischkutter und der Fischer und seine Frau bereiten alles vor für leckere Fischbrötchen und mehr in einem maritimen Ambiente (mit einem Platz im Strandkorb auf der Mole) – wobei die Lichterkette für den späteren Abend nicht fehlen darf.

Andrea Nesseldreher

Und auch die Autorin Andrea Nesseldreher hat einen Platz gefunden, wo sie und ihre Zuhörer:innen gemütlich sitzen können. Die Autorin liest aus ihrem Kinderbuch: Nachts im Töpferladen – Das geheime Picknick. Hierbei handelt es sich um ein „Amrum Abenteuer“.

Gegen 14 Uhr füllt sich bereits die Festmeile und die Plätze an der Mini-Maus, am kleinen Strand und auf dem Deich sind schnell besetzt. Alle warten auf die inzwischen zur Kultveranstaltung gewordenen Papierbootregatta, deren Start im Programm für 15 Uhr angekündigt ist.

Startklar?

In diesem Jahr treten 4 Boote gegeneinander an. Der Start klappt wunderbar, doch leider haben Jonna und Emma mit ihrem Boot nicht viel Glück – es schlägt ziemlich schnell mit Wasser voll, so dass die tapfere Bootsbesatzung den Parcours nicht absolvieren kann. Die anderen drei Boote kämpfen um den Sieg und alle können sicher das Ziel erreichen. Bei der Siegerehrung durch Tobias Lankers auf der Bühne der AmrumTouristik ergibt sich folgendes Ergebnis: Platz 1: Leve und Fiete mit Boot Lisa, Platz 2: Hannes und Emil (beide kommen von Föhr) mit Ship Happens, Platz 3: Kirsten und Helly mit Arche Boah und schließlich Platz 4 mit Jonna und Emma mit Schnelle Welle. Trotz aller Kampfeslust stand wieder der Spaß an der Sache im Vordergrund.  Die Teilnehmer der Regatta erhielten viel Applaus für ihren engagierten Einsatz und alle Zuschauer hoffen auf ein weiteres Rennen im nächsten Jahr.

Die große Bühne wird als nächstes für die ganz kleinen und schon etwas größeren Kinder gebraucht: Agi Gashi zeigt mit ihren „Tanzschülern“ die Fortschritte, die u.a. beim Hip Hop Streetstyle Dance gemacht wurden. Gut geschminkt und hip gestylt absolvieren die Akteure ihr Programm und können stolz auf Ihren Auftritt sein.

Unterstützten das maritime Feeling …

Dann ist die Bühne frei für den Amrumer Shantychor. Wie es sich für ein maritimes Fest gehört, präsentiert der Chor wie gewohnt ein Potpourri an Liedern rund um die Seefahrt, wobei die „Mitarbeit“ des Publikums immer gerne gesehen wird. Der schon lange erwartete Regen setzt tatsächlich ein, während Rüdiger Sokollek mit seinem Akkordeon auf der Bühne steht, da ist das Programm aber schon weit fortgeschritten.  Die letzten 5 Lieder plus Zugabe haben rund 25 hartgesottene Fans tatsächlich noch erlebt. Die restlichen Fans haben Unterschlupf bei den Getränke- und Essensständen gesucht oder sind tatsächlich nach Hause gefahren.

Toller Abschluss …

Zur Disco mit DJ Falo war es dann wieder trocken, so dass vor allem die Jugend noch das Tanzbein schwingen und das eine oder andere Getränk zu sich nehmen konnte- bevor es vielleicht noch in die Disco nach Nebel ging.
Das Molenfest in Steenodde war wieder sehr stimmungsvoll – daran kann auch ein starker Regenschauer zwischendurch nichts ändern. Alle freuen sich auf das Fest 2024.

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Über Brunhilde Wnuck-Jessen

Brunhilde Wnuck-Jessen wurde 1956 in Dorsten geboren und machte dort 1975 ihr Abitur. Anschließend ging es zum Studium nach Köln, wo sie eine Amrumer-Clique kennenlernte. Der Liebe wegen zog sie 1984 nach Süddorf auf Amrum, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann Sönke wohnt. Nach 38 Jahren Schreibtischarbeit freut sich die Jungrentnerin nun auf viel gemeinsame Zeit mit ihren beiden Enkeltöchtern.

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