St.Martin, St. Martin …


Bunt und leuchtend zogen die Mädchen und Jungen mit ihren Laternen aus der St.Clemens Kirche

Viele Mädchen und Jungen waren in der Dämmerung in die St.Clemens Kirche gekommen. Pastorin Martje Brandt begrüßte alle herzlich mit ihren bunt gebastelten Laternen und erzählte die Geschichte des Mannes, dessen Tag heute geehrt wurde, St.Martin.

Er war der mitfühlende Soldat, der seinen Mantel teilte, die andere Hälfte einem armen Bettler schenkte. Diese barmherzige Tat wurde über die Jahrhunderte weiter erzählt und wird jährlich am 11.November gefeiert. Begleitet von der Orgel sang die Gemeinde das St.Martins Lied.
Vor der Kirche hieß der Posaunenchor musikalisch die klein und größeren Laternenkinder mit ihren Familien willkommen. Die bunt gebastelten Laternen wurden stolz von den Mädchen und Jungen durch Nebels Strassen getragen beim gemeinsamen Laternenumzug.
Gemeinsames Singen mit dem Posaunenchor

Vor Bäckerei Claussen  versammelten sich alle und sangen. Weiter ging es durch die Strassen und am Edeka Parkplatz tauchte aus der Dunkelheit ein armer Bettler auf. Die Kinder staunten als dann ein echter Reiter, hoch zu Roß, über den Platz geritten kam und seinen Mantel teilte, um dem Bettler eine Hälfte davon zu geben. Beeindruckend schauten die Kinder über dieses kleine Schauspiel von Sara und Lara, die damit der St.Martins Geschichte ein echtes Bild gegeben haben.

Hoch zu Roß kam St.Martin und teilte seinen Mantel

Zusammen zog der Laternenumzug Richtung St.Clemens Hüs, wo der Posaunenchor abschließend spielte und von drinnen warmer Kakaoduft die Mädchen und Jungen zum Verweilen einlud. Der Kirchengemeinderat hatte für alle auch ein Schokobrötchen . Zufrieden, glücklich und immer noch beeindruckt von einem „echten Reiter und Pferd” ging es für alle auf den nach Hause Weg, wo bei es leise durch die Strassen zu hören war :”St.Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind. St. Martin ritt mit leichtem Mut, sein Mantel deckt´ihn warm und gut …”

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Über Kinka Tadsen

Kinka Tadsen erblickte 1972 in Hamburg das Licht der Welt. Aufgewachsen ist sie dann auf Amrum. Abitur hat sie auf Föhr gemacht und sich für eine Fotografenlehre in Bad Oldesloe entschieden. Fotografen- und Lebenserfahrung hat sie in der großen weiten Welt auf diversen Kreuzfahrtschiffen als Bordfotografin gesammelt. 2003 folgte dann die Rückkehr nach Amrum. Seit 2008 gehört sie als freie Journalistin zum Amrum-News Team.

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One comment

  1. Hallo Kinka, ein schöner Artikel, wenn man ihn liest, ist man dabei gewesen. Kann mir vorstellen, dass die Kinder mächtig gestaunt haben. Sicherlich ist manchem Erwachsenen seie Kindheit wieder hoch gekommen. Danke für den Artikel. Liebe Grüße Wolfgang Boye

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