Neue Stellplatzsatzung in Norddorf …


Jörn Könnecke(Mitte) mit seinen Arbeitskollegen, Bürgermeister Decker, und den Gemeindevertretern Gunnar Hesse und Kai Quedens

Die Anzahl der Urlauber, die ihren PKW mit auf die Insel bringen, nimmt kontinuierlich zu. Ein Grund ist sicherlich, dass der Preisunterschied zwischen einem Parkplatz in Dagebüll und einem Fährticket der WDR relativ gering ist. Für einen 14-tägigen Aufenthalt auf dem Inselparkplatz betragen die Gebühren 91,50 €, ein Fährticket für einen PKW je nach Fahrzeuggröße etwa 120,00 € – 130,00 €. Rechnet man dann noch Taxi-Kosten auf der Insel hinzu, ist der Unterschied gering. Damit ausreichend Stellplätze für den ruhenden Verkehr in Norddorf vorhanden sind, verabschiedete die Gemeindevertretung auf ihrer letzten Sitzung eine Stellplatz-Satzung. Für jede Wohneinheit muss laut Satzung ein Stellplatz mit einer Mindestbreite von 2,50 m und eine Mindestlänge von 5,00 m vorgehalten werden. Stellplätze sind auf dem Baugrundstück oder auf einem Grundstück in zumutbarer Entfernung (500m), herzustellen und dauerhaft zu unterhalten. Sollte der Stellplatz nicht auf dem Baugrundstück liegen, muss eine Baulast zum Zeitpunkt der Erteilung der Baugenehmigung vorliegen. Die Pflicht zur Bereitstellung von Stellplätzen kann abgelöst werden, wenn die Herstellung nicht oder nur unter großen Schwierigkeiten möglich ist. Hierfür ist dann eine Ablöse von 7.570,00 € zu zahlen. Die neue Satzung enthält außerdem eine Tabelle für die Anzahl von Stellplätzen für Gaststätten, Bürogebäuden oder auch Handwerks- und Industriebetrieben.

Für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan 7C „Sonnenresort Hüttmann” (beidseitig der Straße Taft sowie nördlich des Ual Saarepswai) inmitten des Ortskerns wurde ein Entwurfs- und Aufstellungsbeschluss verabschiedet. Dieses Gebiet wird als Sondergebiet Hotel festgesetzt. Bisher liegt das Hotel im Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 5B sowie im bisher unbeplanten Innenbereich des Bebauungsplans Nr. 7B. Durch den Bebauungsplan Nr. 7C werden die hotelzugehörigen Flächen in einem Geltungsbereich zusammengefasst. Um auch weiterhin in der Zukunft bestehen zu können und die Gästeerwartungen zu erfüllen, plant der neue Eigentümer das seit 1892 bestehende Hotel wirtschaftlich und zeitgemäß umzubauen. Unter anderem sind die Errichtung von zwei verbundenen größeren modernen Gebäuden (Haus A und Haus B) mit 36 Gästezimmern (72 Betten), Spa, Wellness-Bereich und Schwimmbad innen und außen, sowie Flächen für Lager und Technik geplant. Durch die geplanten Maßnahmen wird eine Gesamtkapazität von 182 Betten in 108 Gästezimmern erreicht. Zusätzlich werden ausreichend neue Personalwohnungen entstehen. Vorhandene, denkmalgeschützte Häuser werden in die Gesamtplanung architektonisch mit einbezogen.

Jede Gemeinde hat für die Amtsperiode 2024 -2028 eine Vorschlagsliste für die Schöffinnen und Schöffen aufzustellen, die am Amtsgericht Niebüll und am Landgericht Flensburg als Vertreterin/ Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen. Für die Gemeinde Norddorf wurde Ingrid Heil als Kandidatin vorgeschlagen.

Nach 37 Jahren als Mitarbeiter beim Außendienst der Amrum Touristik Norddorf geht Jörn Könnecke nun in den Ruhestand.  Christoph Decker dankte Jörn für seinen unermüdlichen Einsatz in all den Jahren. „Mit seiner Erfahrung war Jörn uns immer eine große Hilfe, keiner kannte die Gemeindeliegenschaften besser als er. Eine so lange Betriebszugehörigkeit ist schon etwas Besonderes.“ Jörn Könnecke kam schon als Zehnjähriger nach Amrum. Nach einer KFZ-Lehre absolvierte er eine Ausbildung zum Gebäudereiniger und später noch eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetrieb. In seinen 37 Dienstjahren hat er mit vielen Mitarbeitern und immerhin 4 Bürgermeister zusammengearbeitet.

Im Rahmen einer kleinen Feier überreichte Bürgermeister Decker ein Präsent und wünschte Jörn alles Gute für seinen Ruhestand. Könnecke zieht es nun aufs Festland, näher zu seiner Familie und natürlich als eingefleischter „HSV-Fan“ näher zum Volksparkstadion.

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Über Ralf Hoffmann

Ralf Hoffmann wurde 1955 in Schleswig geboren und zog mit seinen Eltern und Geschwistern 1962 nach Amrum. Nach dem Abitur in Niebüll studierte Ralf Luft und Raumfahrttechnik in Berlin. Die ersten 6 Berufsjahre verbrachte er als Entwicklungsingenieur bei VW und danach wechselte er als Aerodynamischer Entwicklungsingenieur zu Ford nach Köln. Als Leiter der Aerodynamischen Entwicklung für Ford Europa und die letzten 15 Jahre als Manager Aerodynamik und Motor- und Komponentenkühlung war er weltweit verantwortlich und viel unterwegs, um die jeweiligen Prototypen unter Hitze und Kälte zu testen. Nach all den Jahren auf dem Festland sind Ralf und seine Frau Karin nun wieder nach Amrum zurückgekehrt.

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One comment

  1. Andres Baechtold

    Es ist schon eine eigenartige Logik, das Problem, dass es zuviele Autos auf der Insel hat (es sind viel zu viele) damit lösen zu wollen, es für Autos noch attraktiver zu machen und dafür Vorgärten zu opfern und weitere Flächen zu versiegeln. Der richtige Weg wäre, die Insel für Fahrradfahrer besser zu erschliessen (Trennung von Fahrrad- und Fusswegen), die Parkplätze auf dem Festland notfalls auszubauen und die Fährgebühren zu erhöhen. Wir reisen seit Jahren regelmässig mit Bahn und Fähre aus der Schweiz an, mieten auf der Insel ein Fahrrad und geniessen dann die langsame Fortbewegung zu Fuss oder mit dem Fahrrad – sofern keine Autos stören, was aber leider immer häufiger vorkommt.

    Andres Bächtold

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